1.) Begriffsklärung
Im medizinisch-physiologischen Sinne wird unter Bewegung meist das Gehen, Laufen oder sonstiges Sich-Fortbewegen eines Menschen oder anderer Lebewesen verstanden. Der menschliche Körper ist dafür gebaut, dass er sich bewegt. Bewegung kann also als ein Grundphänomen menschlichen Lebens bezeichnet werden. Doch umfasst der Begriff „Bewegung“ nicht mehr? Bewegen wir uns nicht auch, wenn wir vor dem PC sitzen und Texte schreiben, sind wir nicht manchmal auch innerlich bewegt, wenn wir beispielsweise auf der Couch liegen und einen romantischen Film im Fernsehen anschauen? Bewegung ist mehr als sportliche Betätigung oder bloße Fortbewegung. Bewegung muss etwas sein, dass unser Leben bereits von Anfang an beeinflusst. Arturo Hotz (1992) vertritt diese Meinung und stellt explizit die Schwierigkeit eines einheitlichen Bewegungsbegriffes heraus:
„Bewegung ist (auch) im Sport mehr als nur eine Veränderung des Körpers bezüglich Ort und Zeit. In der Bewegung kann eine faszinierende Vielfalt und ein kaum überschaubares Spektrum von motorischen gefühlsbezogenen und sozialen Ausprägungsformen mit individuell unterschiedlichen Sinnzuschreibungen der menschlichen Verhaltensäußerung erkannt werden. Eine einheitliche Definition und eine entsprechende umfassende oder ganzheitliche Betrachtungsweise fällt deshalb im Spannungsfeld zwischen Leistung, Wettkampf und Spiel einerseits sowie Selbstdarstellung und gesellschaftlicher Tradition
andererseits sehr schwer.“ (Hotz 1992, S. 99)
Reiten stellte eine besondere Form der Bewegung dar, egal ob der Reiter sich vom Pferd nur tragen lässt und ausschließlich auf seine Impulse reagiert, oder ob man selbst reitet und das Pferd durch Impulse lenkt und leitet. Die Nutzung der Bewegungen des Pferderückens im dreidimensionalen Raum kann beachtliche Erfolge in der Behandlung verschiedener Erkrankungen und Behinderungen bewirken. Ein im Schritt gehendes Pferd überträgt pro Minute 110 multidimensionale Schwingungsimpulse auf den Reiter. Diese Impulse sind vor allem für diejenigen Menschen von großer Bedeutung, die in ihrem natürlichen Bewegungsverhalten eingeschränkt sind, denn die Schwingungsimpulse die durch ruhige und gleichmäßige Bewegungen des Pferdes entstehen, gleichen jenen, die ein Mensch beim aufrechten Gehen ausführt. Das Sitzen auf dem Pferderücken leitet somit eine Bewegungssequenz ein, die als Ganzkörper-Stimulierung aller Muskeln und Gelenke einschließlich des Gehirns bezeichnet werden kann.
Bewegung muss somit nicht immer bedeuten, dass etwas aus eigener Kraft erreicht wird. Beweglichkeit kann auch durch indirekte Bewegungen auf den eigenen Körper übertragen werden.
weiter lesen veränderte Bewegungsgewohnheiten
Die Diplom-Pädagogin Danika Hahn ist ausgebildete Reit-therapeutin und bietet seit Ende 2005 Reittherapie an. Unter dem Motto "Reiten-Kann-helfen" auf dem Elisesenhof in Eckartsweiler im Welzheimer Wald...

Wer sich ein Pferd anschafft, will natürlich für seinen Liebling einen Namen geben, der zu ihm passt. Doch den richtigen Pferdenamen zu finden, ist garnicht so einfach.