4.) Das Pferd im Therapeutischen Reiten
Das Therapiepferd muss bestimmte körperliche Voraussetzungen (Exterieur) mitbringen, damit es im therapeutischen Reiten vom Pädagogen guten Gewissens eingesetzt werden kann. So dürfen Therapiepferde beispielsweise nicht zu groß sein und müssen einen gut bemuskelten Rücken haben. Bei Pferden mit einem Stockmaß über 1,60 m ist die Distanz zwischen Reiter und Pädagogen zu groß, das effektive Arbeiten wird so erschwert.
Ein gut bemuskelter Rücken erlaubt es, das Pferd für unterschiedliche Reitsituationen einzusetzen. Es kann mit einem schweren Westernsattel oder nur mit Gurt und Pad geritten werden, und stellt so zu jedem Zeitpunkt eine bequeme Unterlage für den Reiter dar. Wichtig sind zudem weiche Gänge, besonders ein weicher Trab, den die Reiter gut sitzen können. Fühlen diese sich mit den Bewegungen des Pferdes ständig unwohl, wird es schwierig Vertrauen zum Pferd und auch zu den eigen Fähigkeiten aufzubauen.
Auch der Charakter eines Therapiepferdes (Interieur) spielt eine große Rolle bezüglich des Therapieerfolges. Ein Therapiepferd muss zuverlässig, nervenstark, menschenfreundlich und vielseitig sein. Es sollte Interesse an Menschen zeigen und „seine“ Klienten mit natürlichem Charme und Aufgeschlossenheit faszinieren können. Eine konsequente und genaue Ausbildung ist dementsprechend wichtig. Das Pferd muss gelernt haben, wie es sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat. Wenn der Reiter aufsteigt, muss es beispielsweise ruhig stehen bleiben und darf erst auf das Kommando des Pferdeführers hin loslaufen.
Ein Therapiepferd muss im Menschen das ranghöhere Herdenwesen erkennen und ihm vertrauen, ansonsten wird es unkontrollierbar und kommt für die Therapie nicht in Frage. Sinnvoll ist es deshalb sich ein Pferd, das für therapeutische Zwecke ausgebildet werden soll, schon früh anzuschaffen, es aufwachsen zu sehen und so bald wie möglich zur Menschenfreundlichkeit zu erziehen. Informationen über Tournierpferde finden sie zum Beispiel in diesem Reitsport Portal
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Die Hippotherapie stellt Behandlungsmethoden für verletzte Patienten, Behinderte oder Kranke oder zur Verfügung und macht es sich dabei zum Ziel Fehlfunktionen oder Fehlbildungen zu vermindern. Ebenso zielt die Hippotherapie darauf ab, beeinträchtigte Funktionen wiederherzustellen.

Eine gute Übersicht über reittherapeutische Einrichtungen finden Sie im Verzeichnis über therapeutisches Reiten.
Die Hippotherapie hat mittlerweile ihren internationalen Siegeszug angetreten und ist zum Beispiel in den USA sehr gut organisiert. Für eine Übersicht der amerikanischen Anbieter finden Sie hier mehr Informationen